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Rosa Parks

"So soll man sich an mich erinnern. Ich wollte ein freier Mensch sein und meine Freiheit sollte andere Menschen auch frei machen."

Rosa Parks

 

"Ein wirklicher Apostel der gewaltfreien Bewegung."

John Conyer (Demokratische Partei)

Daten & Fakten

Lebensdaten
Familie
Orte des Widerstands
Werdegang (Schule, Ausbildung, Beruf)
Mitgliedschaften, Politisches Engagement
Rezeption, Literatur, Filme und andere Quellen
Widerstandskräfte
Das Recht, wofür sich die Person einsetzt

Einleitung

Rosa Parks war eine mutige Frau, die nicht daran gedacht hätte, aufzugeben, die Rassentrennung in den USA zu bekämpfen.

Die Geschichte

Rosa Parks Geschichte


Die Eltern von Rosa Parks sind Nachfahren von Sklaven.

Ihre Tochter Rosa wurde am 4. Februar 1913 geboren, und zwar in Tuskegee im Bundesstaat Alabama, USA. Rosa war zwei Jahre alt, als ihr Vater in den Norden zog. Ihre Eltern kamen niemals mehr zusammen. Sie bekam mit zwei Jahren einen Bruder. Die Familie von Rosa hat in Tuskegee bei ihren Großeltern gewohnt.

Als Kind war Rosa auf einem Gymnasium und auf einer High School in Montgomery, sie hat Bildung bekommen, was die meisten anderen Schwarzen nicht bekommen haben. Das nennt man die sogenannte Rassentrennung.

Rassentrennung bedeutet, dass die Weißen sich die Schwarzen zu Sklaven gemacht haben.

Die Weißen haben den Schwarzen kein Geld und wenig zu Essen gegeben. Andere Beispiele sind: Toiletten für Weiße und Toiletten für Schwarze, ebenfalls Schulen für Weiße und Schulen für Schwarze, das gleiche galt für Hotels und Parkbänke, außerdem hatten die Schwarzen kein Wahlrecht. Die sogenannte Rassentrennung hat Rosas Leben schwer gemacht.

Rosa gegen die Rassentrennung in Montgomery

1932 heiratete Rosa den Frisör Raymond Parks, der irische, afroamerikanische und indianische Vorfahren hatte. Er hat sie kurz drauf mit der „NAACP“ (der Nationalen Organisation für die Förderung farbiger Menschen) vertraut gemacht. Dort lehrte Rosa schon bald darauf Jungen und Mädchen die Bürgerrechte.

Rosa Parks Bus23 Jahre später stieg Rosa Parks in einen Bus, mit dem alles begann. Eines Tages ging sie erschöpft von ihrer Arbeit als Schneiderin zur Haltestelle. Sie stieg in den Bus ein, warf 10 Cent in einen Fahrkartenautomat beim Busfahrer, dann stieg sie aus, um hinten wieder einzusteigen. Denn Rosa durfte nicht von vorne zu den Plätzen für die Schwarzen hinten im Bus gehen. Denn jeder Kontakt, jede Berührung mit Weißen war verboten.

Sie stieg ein und suchte sich einen freien Platz im „Risikoraum“ in der Mitte des Busses. Rosa ging durch die Reihen und setzte sich neben einen schwarzen Mann, dann entspannte sie sich und stellte sich vor, dass sie am Fenster ihres Hauses saß. Auf einmal brach die Nacht herein. An den nächsten Haltestellen kamen viele Weiße hinein, alle von ihnen fanden einen Platz, bis auf einen, der in den „Risikobereich“ musste. Daher forderte der Busfahrer Rosa und drei andere Schwarze auf, sie sollten aufstehen und sich wegsetzen.

Keiner wollte auf den Busfahrer hören, bis er drohte: „Ihr kommt alle ins Gefängnis!“ Da standen drei Schwarze, doch Rosa bleibt sitzen. Sie dachte sich, dass ihr der Busfahrer bekannt vorkommt. Dann erinnerte sie sich, er heißt James Blake und hat Rosa vor zwölf Jahren schon mal aus dem Bus geworfen. 

Rosas Sitznachbar stand auf und sie ließ ihn durch, dann setzte sie sich an den Fensterplatz und der Busfahrer wurde noch wütender. Rosa hatte schon den Verdacht, dass dieser Abend nicht gut für sie ausgehen würde. Aber sie fand innerlich: „Jetzt gehen sie zu weit." In anderen Worten: Sie sagte Nein zur Rassentrennung. 

Darauf hin stieg der Busfahrer aus und ging zu einer Telefonzelle, um seinen Chef anzurufen. Kurz drauf kamen zwei Beamte, die Rosa verhafteten. Auf der Wache bekam sie eine Anklage und wurde für eine Nacht ins Gefängnis geworfen. Rosa kam am nächsten Tag auf Kaution von hundert Dollar frei. Besorgt hat die Kaution der Chef der NAACP und eingereicht hat sie ein weißer Anwalt, der auch ein guter Freund von Rosa Parks war.

Alle Schwarzen boykottieren die Busse in Montgomery

Rosas Freunde waren wütend auf den Busfahrer, aber auch auf die Polizei, weil Rosa sich doch nur einen freien Platz geholt hat. Denn sie dachten sich, dass alle Menschen gleich sind, und die Hautfarbe egal ist. Deshalb soll die Regierung der USA die Rassentrennung aufheben.

Die Freunde von Rosa hatten jetzt eine Idee. Sie besprachen sich: „Jeder von uns muss Flugblätter verteilen.“ Da soll folgendes draufstehen: „Die Rassentrennung soll aufhören. Fahren sie nicht mehr mit dem Bus. Dann verdienen die Busunternehmen kein Geld mehr.“ 

Der Busverkehr wird quasi stillgelegt, doch die Busunternehmen denken, dass die Schwarzen nicht lange durchhalten und bald wieder mit dem Bus fahren. Aber die Schwarzen bleiben stark und die Busse bleiben leer. Die Schwarzen gehen egal bei welchem Wetter zu Fuß. Das geht viele Tage und viele Wochen lang.

Die meisten Schwarzen finden die Idee gut, nur ein paar machen aus Angst nicht mit. 

Viele Schwarze haben einen weiten Weg, fahren aber trotzdem nicht mit dem Bus. Sie fahren mit dem Rad, laufen zu Fuß oder die weißen Frauen holen sie mit dem Auto ab, weil sie nicht auf ihre Bediensteten verzichten wollen. Manche wollen den Schwarzen auch helfen. 

Als der Fall endlich vor den Obersten Gerichtshof kam, wurde entschieden, dass die Rassentrennung in Bussen aufgehoben wird. Die Weißen waren so wütend, dass sie Rosa mit dem Tod gedroht haben, darauf hin zog sie mit ihrer Familie nach Detroit.

Rosa arbeitete jetzt mit Martin Luther King jr. zusammen für die Bürgerrechtsbewegung.

Bill Clinton und Rosa ParksIhre Entscheidung, sitzen zu bleiben, war der Anfang des Kampfes der Schwarzen für die Aufhebung aller Rassengesetze. Sie war auch beim großen „Marsch auf Washington“ 1963 beteiligt, bei dem Martin Luther King jr. seine berühmte Rede „Ich habe einen Traum“ hielt.

Ich würde Rosa und ihre Freunde als Menschen mit viel Mut, Vertrauen und Selbstbewusstsein einschätzen. Sie starb im Jahr 2005 hochgeehrt. Der amerikanische Präsident Bill Clinton zeichnete sie 1996 mit der Freiheitsmedaille aus und 2005 wurde sie als erste Frau vor ihrer Beisetzung im Kapitol aufgebahrt.

Ich hoffe, dass die Geschichte von Rosa durch die Fritz Bauer Bibliothek, auf You Tube und durch Weitererzählen bekannter wird.

Autor: Davide Corongiu
Mittenwald
(12 Jahre) 

Davide Corongiu

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